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Die Europäische Investitionsbank (EIB), die wallonische Regierung und die SPGE (Société Publique de Gestion de l’Eau) haben einen neuen Darlehensvertrag über 200 Mio EUR für den Ausbau der Abwasserbehandlung in Wallonien unterzeichnet. Die Mittel sind für ein umfangreiches Investitionsprogramm bestimmt, um Wallonien mit einer modernen und effizienten Abwasserinfrastruktur auszustatten und die einschlägigen EU-Richtlinien im Bereich des Wasserschutzes einzuhalten.   

Anlässlich der Einweihung der Kläranlage von Namur-Brumagne, eines wichtigen Bauvorhabens im Rahmen dieses Investitionsprogramms, unterzeichneten Philippe Maystadt, Präsident der Europäischen Investitionsbank, und Jean-Luc Martin und Michel Cornelis als Vertreter der SPGE die Verträge über eine erste Tranche von 100 Mio EUR. Insgesamt genehmigte die EIB Mittel in Höhe von 200 Mio EUR. Über diesen Betrag hatten der Wirtschaftsminister Jean-Claude Marcourt und Umweltminister Philippe Henry einen sogenannten Letter of Comfort der Region Wallonien ausgestellt.

Damit beläuft sich das Darlehensvolumen, das die EIB seit 2004 zur Durchführung dringend notwendiger Investitionen an die SPGE vergeben hat, auf 1 Mrd EUR. Belgien und insbesondere die Region Wallonien befinden sich in erheblichem Verzug, was die Umsetzung der EU-Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser angeht. Die Durchführung des ehrgeizigen Programms der SPGE soll nun die notwendigen Fortschritte ermöglichen. 

Die Ergebnisse sprechen bereits für sich: Mittlerweile liegt der Anteil des geklärten Abwassers in Wallonien bei 78%. Mit der Inbetriebnahme der Kläranlage in Namur-Brumagne wird er 81% erreichen. Damit wurde ein weiterer Schritt auf dem Weg zurückgelegt, in jeder wallonischen Stadt über 10 000 Einwohnergleichwerten eine Kläranlage zu errichten, wie es die EU-Vorschriften verlangen. Bis Ende 2012 dürfte der Anteil 95% erreichen.

Bei der Vertragsunterzeichnung lobten Philippe Maystadt, der Präsident der EIB, und der ebenfalls anwesende EU-Kommissar für Umwelt, Janez Potočnik, dieses dynamische Vorgehen, das dem Umweltschutz dient und auf eine zügige Einhaltung der EU-Vorschriften abzielt.

Für die EIB ist der Umweltschutz ein vorrangiges Ziel. Sie widmet ihm einen bedeutenden Teil ihrer Darlehensmittel: In den vergangenen fünf Jahren stellte sie dafür 102 Mrd EUR bereit, davon 53 Mrd EUR für das Naturschutzmanagement (Reinhaltung von Luft und Wasser, Abfallwirtschaft) und allein 14 Mrd EUR im Wasserbereich. In Belgien hat die EIB 2,5 Mrd EUR für Kanalisationsnetze und Kläranlagen in Wallonien, in der Region Flamen und in der Region Brüssel-Hauptstadt (hauptsächlich für Investitionen der SPGE, Aquafin und Hydrobru) sowie für die Modernisierung der Verteilungsnetze (mit der SWDE - Société Wallonne des Eaux und CILE - Compagnie Intercommunale Liégeoise des Eaux) bereitgestellt.