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Operative Teams der EIB, bestehend aus Verantwortlichen und Sachverständigen, haben sich Montagmorgen unter der Leitung von Vizepräsident Pim van Ballekom nach Namur begeben. Dort fand ein Zusammentreffen mit wallonischen Projektträgern aus dem öffentlichen und dem privaten Sektor sowie mit den zuständigen Behörden statt. Im Rahmen dieses Besuchs sollten die von der EIB angebotenen Finanzierungsmöglichkeiten konkret vorgestellt und durch Erfahrungsberichte veranschaulicht werden. Das Arbeitstreffen - das erste dieser Art in Belgien -  wurde von den Teilnehmern einhellig begrüßt.

Vor dem Hintergrund des angekündigten Juncker-Plans (Investitionsplan für Europa) konnten in diesem Seminar, das von dem wallonischen Ministerpräsidenten Paul Magnette und dem Präsidenten des Verbands Wallonie-Brüssel Rudi Demotte organisiert wurde, Unternehmen sowie Projektträger und -betreiber in der Wallonie gezielt mit Informationen versorgt werden.

Dies war das erste Treffen seiner Art in Belgien seitdem die Europäische Kommission ihr Programm zur Wiederankurbelung der Investitionen gestartet hat. Rund 250 Projektträger aus den verschiedensten Sektoren wie Umwelt, Wasser, Energie, Stadtentwicklung, Verkehr, Krankenhäuser, Schulgebäude oder auch Finanzierung von KMU sowie aus dem digitalen Sektor kamen am Montag im Palais de Congrès in Namur mit 20 Verantwortlichen und Sachverständigen der EIB zusammen.

Dieser Austausch hat es den wallonischen Projektbetreibern ermöglicht, das Angebot der EIB und ihre spezifischen Ansätze in den jeweiligen Sektoren besser kennenzulernen. Die Sachverständigen der EIB wiederum konnten sich ein präzises Bild von den verschiedenen Vorhaben in der Wallonie machen, die gerade geprüft werden.  Zu einem Zeitpunkt da die Diskussionen über die Wiederankurbelung der Investitionen in der Europäischen Union in vollem Gange sind, bot dieses Treffen eine Gelegenheit für alle Teilnehmer sich auszutauschen und Projekte zu ermitteln, bei denen die EIB sich einbringen könnte.

EIB-Vizepräsident Pim van Ballekom gab den Behörden und den Projektträgern, die sich zu diesem Arbeitstreffen versammelt hatten, eine wichtige Botschaft mit auf den Weg: „Nehmen Sie Kontakt auf zu unseren Teams. Lassen Sie sich auch frühzeitig schon von uns beraten, damit wir gemeinsam Lösungen für die Zukunft der Region finden. Produktive Investitionen bedeuten sofortiges Wachstum und Beschäftigung. Dafür setzt sich die EIB mit ganzer Kraft in der Wallonie ein.“ Die Zusammenarbeit der EIB mit der wallonischen Region und den Akteuren der Wirtschaft soll langfristig bestehen und kann im Rahmen des Juncker-Plans weiter ausgebaut werden.  

Anlässlich des Arbeitstreffens wurden zwei Partnerschaftsprojekte mit der EIB in der Wallonie unterzeichnet. Eines davon mit dem Krankenhaus in Lüttich (CHC de Liège), das andere mit der Wassergesellschaft SPGE.

Im Rahmen der Partnerschaft mit dem CHC wird die EIB ein Darlehen in Höhe von 175 Millionen Euro für das Centre hospitalier chrétien de Liège („CHC“) bereitstellen. Der Vertrag über eine erste Tranche von 125 Millionen wurde im Rahmen des Besuchs unterzeichnet. Das Vorhaben betrifft den Bau eines neuen Krankenhauses in Lüttich (Clinique du Montlegia). Es wird drei ältere Gebäude vom Anfang des 20. Jahrhunderts ersetzen (Saint-Joseph, Espérance und Saint-Vincent). Diese befinden sich momentan an verschiedenen Standorten in der Region von Lüttich und sollen an einem einzigen Ort zusammengefasst werden. Das neue Krankenhaus mit einer Kapazität von maximal 737 Betten und 120 Plätzen in der Ambulanz wird an einem neuen Standort außerhalb von Lüttich alle Dienste in einem neuen Gebäude zusammenfassen.

Im Rahmen der Partnerschaft mit der SPGE wird die EIB ein Darlehen von 200 Millionen Euro an die Société Publique de Gestion de l’Eau („SPGE“) bereitstellen. Mit dem Darlehen soll ihr Investitionsprogramm in den Bereichen der Abwassersammlung und -behandlung sowie des Grundwasserschutzes unterstützt werden.

Die Bank hat im Rahmen des Arbeitstreffens auch die Eröffnung einer operativen Einheit Anfang April angekündigt. Diese soll im Vertretungsbüro der Bank in Brüssel angesiedelt sein.