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  • Konkret wurden 121 Projekte zugunsten von mehr als zwei Millionen Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt.
  • Mit zusätzlichen 400 Millionen Euro wird die Operation „Smart Cities, Climate Action & Circular Economy II“ aufgelegt. Damit sollen noch mehr smarte und nachhaltige Vorhaben und Projekte der Kreislaufwirtschaft unterstützt werden, die einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten.
  • Die EIB und Belfius bekräftigen ihre Partnerschaft und stehen gemeinsam an der Seite der Städte und Gemeinden, um diese je nach Bedarf bei der Umsetzung ihrer Projekte zu unterstützen.

Seitdem die Europäische Investitionsbank (EIB) und Belfius ihre Partnerschaft mit dem Ziel, die Entwicklung „intelligenter Städte“ („Smart Cities“) in Belgien zu fördern, bekannt machten, wurden Investitionen von mehr als einer Milliarde Euro für 121 Projekte von den beiden Einrichtungen zu vorteilhaften Bedingungen finanziert. Angesichts des großen Erfolges haben Belfius und die EIB eine weitere Vereinbarung unterzeichnet, um zusätzliche 400 Millionen Euro bereitzustellen, mit denen noch mehr Vorhaben unterstützt werden sollen, die zur Entwicklung intelligenter Städte, zum Ausbau der Kreislaufwirtschaft und zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen.

Mit diesem neuen Programm mit dem Namen Smart Cities, Climate Action & Circular Economy II soll Städten und Gemeinden, Kommunalverbänden sowie Sozial- und Bildungseinrichtungen ohne Erwerbscharakter in Belgien durch die Vergabe von Finanzierungen zu Vorzugsbedingungen geholfen werden, ihre intelligenten und nachhaltigen Vorhaben zu realisieren. Das Programm umfasst nicht mehr nur die Bereiche Energie, Mobilität und Stadtentwicklung, sondern auch Wasser (Verteilungsnetze, Kanalisation, Entwässerung, Kläranlagen), Abfall (getrennte Abfallsammlung, Mülltrennung, biologische Abfallbehandlung, Klärschlammbehandlung und Energieerzeugung) sowie E-Government (vor allem Open Data). Neben den Kriterien ganzheitliche Ansatz, Innovation und Nachhaltigkeit werden die zu fördernden Projekte künftig auch besonders auf ihren Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und zum Klimaschutz geprüft.

Bereits mehr als eine Milliarde Euro zugunsten von mehr als zwei Millionen Einwohnern

Bisher wurden dank der Partnerschaft von Belfius und der EIB 121 Projekte, die einem Investitionsvolumen von mehr als einer Milliarde Euro entsprechen, mitfinanziert. Diese Projekte wirken sich positiv auf das Alltagsleben von mehr als zwei Millionen Einwohnern in ganz Belgien aus. Projektträger waren dabei sowohl Gemeindeverwaltungen als auch Sozialhilfezentren, Kommunalverbände, Einrichtungen auf Provinzebene sowie Sozial- und Bildungseinrichtungen ohne Erwerbscharakter.

Bei den bereits fertiggestellten oder noch in Durchführung befindlichen Vorhaben handelt es sich um die Neubelebung von Stadtzentren, die Neugestaltung von Dorfkernen, die Sanierung von Schulen, Kulturzentren und Sporteinrichtungen, den Bau von Senioren- und Pflegeheimen, die Zusammenlegung von Verwaltungsdiensten und/oder von Feuerwehr- und Rettungsdiensten in intelligenten und nachhaltigen Gebäuden. Zu nennen sind außerdem die Einrichtung von Rad- und Gehwegen, die Errichtung eines Windparks entlang einer Autobahn sowie die Erneuerung einer veralteten Fahrzeugflotte durch umweltfreundlichere Fahrzeuge. Die Mehrheit der mitfinanzierten Vorhaben kombinieren eine Komponente Energieeffizienz mit der Nutzung erneuerbarer Energien sowie einem Beitrag zur nachhaltigen Mobilität und Stadtentwicklung. Dem Aspekt der „Kreislaufwirtschaft“ kommt bei zahlreichen Projekten ebenfalls eine entscheidende Bedeutung zu.

Die „Smart Cities“-Projekte wurden in den folgenden belgischen Provinzen durchgeführt: Hennegau: 13, Lüttich: 12, Wallonisch-Brabant: 11, Namur: 11, Luxemburg: 7, Antwerpen: 12, Westflandern: 22, Ostflandern: 16, Limburg: 7, Flämisch-Brabant: 10.

Städte und Gemeinden haben Klima und Umwelt im Blick

Städte und Gemeinden spielen eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Klimawandel und beim Ausbau der Kreislaufwirtschaft. Sie haben Vorbildcharakter und schaffen so für Unternehmen, Privatpersonen und andere Einrichtungen einen Anreiz, ihrerseits umweltfreundliche Vorhaben umzusetzen. Zahlreiche belgische Städte und Gemeinden haben im Übrigen bereits den Bürgermeisterkonvent unterzeichnet und sich damit verpflichtet, sich für das Klima einzusetzen und freiwillig die CO2-Emissionen auf ihrem Stadtgebiet zu verringern. Über ihr neues gemeinsames Finanzierungsprogramm Smart Cities, Climate Action & Circular Economy II wollen die EIB und Belfius sie bei diesen Bemühungen auch künftig bestmöglich unterstützen.

Jean-Christophe Laloux, Direktor mit Generalvollmacht, Europäische Investitionsbank: „Bis 2050 werden mehr als drei Viertel der Weltbevölkerung in Städten wohnen. Deswegen sind die Umgestaltung städtischer Räume hin zu Smart Cities und mehr Nachhaltigkeit ein wichtiges Ziel der EIB. Gemeinsam mit Belfius, unserem bevorzugten Partner für das Programm Smart Cities in Belgien, sind wir überzeugt, dass wir als Bank der Europäischen Union die Lebensqualität der Einwohnerinnen und Einwohner, die Umwelt und das Klima unmittelbar und zeitnah positiv beeinflussen können, wenn wir Städte und Gemeinden in Abhängigkeit von ihrem Bedarf, ihren Zielen und ihrer Größe bei der Verwirklichung ihrer Projekte unterstützen. Auch vor dem Hintergrund der UN-Klimakonferenz in Kattowitz (COP24) ist genau das Europa: ein konkretes Engagement im Herzen der Städte und Dörfer im Dienste der Einwohnerinnen und Einwohner und der lokalen Entwicklung.“

Dirk Gyselinck, Vorstandsmitglied von Belfius: „Angesichts der zahlreichen Herausforderungen und vor allem angesichts des Klimawandels bleibt den Städten und Gemeinden, den sozialen Einrichtungen und den Unternehmen keine andere Wahl, als zusammenzuarbeiten, um die Welt von morgen gemeinsam zu gestalten. Dazu möchte Belfius mit seiner Strategie „Smart Belgium“ maßgeblich beitragen. Mit unseren Finanzierungen und unserem Know-how stellen wir vor Ort konkrete Unterstützung bereit, damit den Bedürfnissen der aktuellen und künftigen Generationen intelligent und nachhaltig Rechnung getragen werden kann. Daher freuen wir uns besonders, heute mit der EIB diese neue Vereinbarung unterzeichnen zu können, die optimal zu unserer Strategie passt.“

Sehen Sie hier, wie eine belgische Kleinstadt ihren historischen Ortskern in eine Smart City verwandelte: http://www.eib.org/de/podcasts/belgium-smart-cities-infrastructure

Hintergrundinformationen:

Die Europäische Investitionsbank (EIB)

Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Einrichtung der Europäischen Union (EU) für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten der EU. Sie vergibt langfristige Mittel für solide Projekte, die den Zielen der EU entsprechen.

In den 60 Jahren seit ihrer Gründung (1958) hat die EIB in Belgien 29 Milliarden Euro für mehr als 250 Projekte bereitgestellt. Darüber hinaus unterstützt sie kleine und mittelgroße Unternehmen sowie kleine Kommunen. Im Mittelpunkt stehen der Ausbau der erneuerbaren Energien, Energieeffizienz, technologische Innovation, Telekommunikation, Umweltschutz, Verkehr, Stadtentwicklung sowie Bildung und Gesundheit. Weitere Informationen unter http://www.eib.org/de/projects/regions/european-union/belgium

Sie ist hauptsächlich in der EU sowie in mehr als 130 weiteren Ländern tätig. Die EIB ist der weltweit größte multilaterale Geldgeber für Klimaschutzprojekte. Als Beitrag zur Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens hat die Bank zugesagt, im Zeitraum 2016–2020 100 Milliarden US-Dollar für Klimaschutzprojekte bereitzustellen. Mindestens 25 Prozent ihrer Finanzierungen vergibt die EIB für die Bekämpfung der Ursachen des Klimawandels und die Anpassung an seine Folgen. Bis 2020 wird sie diesen Anteil in den Entwicklungsländern auf 35 Prozent erhöhen. Im Jahr 2017 stellte sie 19,4 Milliarden Euro für den Klimaschutz bereit und übertraf somit ihr diesbezügliches Jahresziel zum achten Mal in Folge. Auf der COP24 in Kattowitz werden Fachleute und hochrangige Vertreter der EIB die große Unterstützung der Bank für Klimainvestitionen in verschiedenen Sektoren präsentieren und mehrere neue strategische Initiativen und Finanzierungen zur Unterstützung von Projekten bekannt geben. Vgl. www.eib.org/de/events/eib-at-cop-24

Belfius Banque et Assurances

Belfius Banque et Assurances ist ein Allfinanzanbieter mit einer soliden Kundenbasis, der auf lokaler Ebene fest etabliert ist. Seine Aktivitäten konzentrieren sich in Belgien auf folgende drei Hauptbereiche: Privat- und Firmenkundengeschäft, Finanzdienste für den öffentlichen Sektor und für Unternehmen sowie Versicherungen. Die Belfius Banque et Assurances verfügt über 150 Jahre Erfahrung im öffentlichen Sektor und 50 Jahre Erfahrung im Privatkundengeschäft. Sie befindet sich über die Société Fédérale de Participations et d’Investissement (SFPI) vollständig im Eigentum des belgischen Staates.