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  • African Development Partners III („ADP III“) als erster 2X-Flaggschiff-Fonds für genderorientierte Investitionen ausgewählt
  • Development Partners International (DPI) setzt seit Jahren auf Geschlechtergerechtigkeit und erzielt mit seinen Fonds gute kommerzielle Ergebnisse: Zusammenarbeit von Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen mit proaktiven Fondsmanagern ermöglicht greifbare Entwicklungseffekte bei soliden Renditen; Afrika-Portfolio von DPI fördert UN-Entwicklungsziele 5 (Geschlechtergleichheit) und 10 (Weniger Ungleichheiten)
  • Zielvolumen der 2X Challenge im Juni übertroffen – 4,5 Milliarden US-Dollar für die wirtschaftliche Selbstbestimmung von Frauen

Die Europäische Investitionsbank (EIB) und die Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen CDC-Group, DEG, FinDev Canada, FMO, Proparco, SIFEM und SwedFund International haben mit Development Partners International (DPI) eine Absichtserklärung unterzeichnet. Damit wird der jüngste Fonds von DPI, einer führenden, in ganz Afrika tätigen Private-Equity-Gesellschaft mit einem verwalteten Vermögen von 1,7 Milliarden US-Dollar, der erste 2X-Flaggschiff-Fonds.

2X-Flaggschiff-Fonds sind Teil der 2X Challenge, einer multilateralen Initiative der Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen der G7-Länder. Die Initiative soll drei Milliarden US-Dollar für Projekte mobilisieren, die die Selbstbestimmung und wirtschaftliche Teilhabe von Frauen verbessern. Als 2X-Flaggschiff-Fonds werden etablierte Private-Equity-Fonds eingestuft, die in Schwellenländern investieren, sich dabei an den 2X-Genderkriterien orientieren und damit sehr gute Ergebnisse erzielen.

Mit der Einstufung des African Development Partners III („ADP III“) zum ersten 2X-Flaggschiff-Fonds bekräftigt DPI sein langjähriges Engagement, die wirtschaftliche Selbstbestimmung und Gleichstellung von Frauen zu fördern. Diese Verpflichtung gilt sowohl für DPI selbst als auch für die Portfolio-Unternehmen des ADP III. Mithilfe der „Gender-Brille“ können Investoren das wirtschaftliche Potenzial von Frauen erschließen, das weltweit auf mehrere Billionen US-Dollar beziffert wird. Frauen mit Einkommen haben einen Multiplikatoreffekt: Sie reinvestieren das Geld in das Wachstum ihres Unternehmen, kaufen Waren und Dienstleistungen und verbessern den Wohlstand ihrer Familien und Gemeinschaften. Aktuellen Schätzungen zufolge entscheiden Frauen über 70–80 Prozent der Verbraucherausgaben, die weltweit auf etwa 40 Billionen US-Dollar veranschlagt werden (Silverstein und Sayre, 2009: The Female Economy, Harvard Business Review).

DPI und alle an der 2X Challenge beteiligten Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen erkennen an, dass Geschlechtergerechtigkeit im Privatsektor die Leistung und das Mitarbeiterengagement verbessert – ausgewogen zusammengesetzte Managementteams erzielen in der Regel 10–20 Prozent höhere Renditen (IFC-Bericht, 2019: Moving Toward Gender Balance in Private Equity and Venture Capital). Bei DPI sind Frauen in zahlreichen Schlüsselfunktionen, allen voran CEO und Mitbegründerin Runa Alam. Auch die Partner und die Mitglieder im Anlageausschuss sind zu 50 Prozent Frauen.

Runa Alam, Mitbegründerin und CEO von DPI: „Wir haben den ersten Flaggschiff-Fonds der 2X Challenge. Das macht uns sehr stolz, denn es bestärkt uns in unserem Engagement, Frauen in Leitungspositionen zu fördern und talentierten Frauen auf dem Weg in den Private-Equity-Sektor unter die Arme zu greifen. Gemeinsam mit unseren Portfolio-Unternehmen wollen wir die Vorteile genderorientierter Investitionen unterstreichen – und zwar nicht nur im Hinblick auf die Renditen. Sie helfen Volkswirtschaften vor allem, Potenzial freizusetzen und die Lebensqualität von Frauen in ganz Afrika zu verbessern. Für DPI ist die Einstufung als 2X-Flaggschiff-Fonds ein wichtiger und logischer Schritt, der unser langjähriges Engagement für Geschlechtergerechtigkeit stärkt.“

EIB-Vizepräsident Thomas Östros: „Ich freue mich sehr, dass der African Development Partners III der erste 2X-Flaggschiff-Fonds wird. Die EIB gehört zu seinen wichtigsten Investoren. Wir beteiligen uns im Rahmen der AKP-Investitionsfazilität an diesem neuen Private-Equity-Fonds, der das Wachstum afrikanischer Unternehmen fördern wird. Ich bin fest davon überzeugt, dass der Fonds nicht nur dringend benötigtes Eigenkapital für afrikanische Unternehmen bereitstellen und Arbeitsplätze schaffen wird. Er wird auch die wirtschaftliche Selbstbestimmung von Frauen vorantreiben. Wenn wir die Entwicklung schneller vorantreiben und die Armut bekämpfen wollen, müssen wir die Hindernisse für die Teilhabe von Frauen beseitigen. Die Geschlechtergleichstellung gehört zu den Grundwerten Europas, und als Bank der Europäischen Union sind wir stolz darauf, die 2X Challenge und ihren ersten Flaggschiff-Fonds zu unterstützen.“

  • An der 2X Challenge beteiligte Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen: CDC-Group, DEG, Europäische Investitionsbank, FinDev Canada, FMO, Proparco, SIFEM und SwedFund International

Hintergrundinformationen

Die 2X Challenge

Die „2X Challenge“ ist eine Initiative der Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen der G7-Staaten. Ihr Ziel: gemeinsam drei Milliarden US-Dollar an Investitionen mobilisieren, die zum wirtschaftlichen Empowerment von Frauen in Entwicklungsländern beitragen. Wenn eine Investition mindestens eines der vier Kriterien erfüllt, kommt sie für die 2X Challenge in Betracht. Die vier Kriterien sind:

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Weitere Informationen: www.2XChallenge.org

Über DPI

Development Partners International LLP (DPI) ist eine in ganz Afrika tätige Private-Equity-Gesellschaft. Sie investiert in Unternehmen, die von der schnell wachsenden aufstrebenden Mittelschicht in Afrika profitieren, und verwaltet ein Vermögen von 1,7 Milliarden US-Dollar. DPI hat in 21 Portfolio-Unternehmen in über 30 Ländern investiert. Als Unterzeichner der UN-Prinzipien für verantwortliches Investieren (PRI) setzt sich DPI für hohe ESG- und Impact-Standards ein und will einen Beitrag zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung leisten. Zudem gehört DPI zu den ersten afrikanischen Fondsgesellschaften, die die Grundsätze für das wirkungsorientierte Investieren der IFC unterzeichnet haben. DPI hat ein innovatives ESG- und Wirkungsmanagementsystem entwickelt. Die wichtigsten Impact-Themen: Menschenwürdige Arbeit (UN-Ziel 8), Klimaschutz (Ziel 13) und Geschlechtergleichheit (Ziel 5)

Als Fondsgesellschaft eines 2X-Flaggschiff-Fonds stehen für DPI neben der Rendite auch Geschlechtergleichstellung und Diversität im Fokus. DPI wurde von einer Frau mitbegründet, die nun gleichzeitig CEO ist. Auch die Hälfte der Partner und über 45 Prozent der Belegschaft sind Frauen.

Die Europäische Investitionsbank

Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Bank der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten der EU. Sie vergibt langfristige Mittel für solide Projekte, die den Zielen der EU entsprechen, sowohl in Europa als auch weltweit. Um mehr für Frauen und Mädchen zu bewirken, hat die EIB eine Strategie zur Gleichstellung der Geschlechter und zum wirtschaftlichen Empowerment von Frauen und einen Gender-Aktionsplan verabschiedet. Damit will sie die Geschlechtergleichstellung und vor allem die wirtschaftliche Selbstbestimmung von Frauen fest in ihrem Geschäftsmodell verankern – bei der Mittelvergabe, Mittelbündelung und Beratung, innerhalb und außerhalb der EU. Weitere Informationen: Die Gleichstellungsinitiativen der EIB

Mehr darüber, wie die EIB Unternehmen fördert, die Frauen gehören oder von ihnen geleitet werden, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag „Entwicklungslösungen: Endlich Kapital für Frauen“.