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  • EIB-Darlehen von bis zu 20 Millionen Euro für finnisches Virtual- und Mixed-Reality-Unternehmen Varjo 
  • EIB-Finanzierung fällt in „Venture-Debt“-Sparte des Europäischen Garantiefonds – er ist Teil des 540 Milliarden Euro schweren Nothilfepakets der EU-Länder vom Frühjahr 2020

Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat mit dem finnischen Metaversum-Technologieunternehmen Varjo eine Quasi-Eigenkapitalbeteiligung von 20 Millionen Euro unterzeichnet. Die Firma mit Sitz in Helsinki ist Branchenführer bei der Entwicklung von Virtual- und Mixed-Reality-Software und -Hardware. Sie verwendet die Mittel dazu, mehr in Forschung und Entwicklung zu investieren, um anhand der realen Welt ein Metaversum der Zukunft zu schaffen. Außerdem will Varjo den Höhenflug aufgrund der Coronapandemie nutzen. Die Finanzierung wurde unter dem Europäischen Garantiefonds (EGF) bereitgestellt. Das paneuropäische Programm hilft Unternehmen, trotz der coronabedingten Unsicherheiten zu wachsen. Die Venture-Debt-Finanzierungen der EIB unterstützen innovative, wachstumsstarke Unternehmen mit langfristigen Mitteln, die die Kapitalbasis nur geringfügig verwässern.

EIB-Vizepräsident: Thomas Östros: „Varjo investiert massiv in Forschung und Entwicklung, selbst in einer wie jetzt so schwierigen Zeit. Durch das Venture-Debt-Programm des EGF kann die EIB innovative Unternehmen in Sektoren fördern, die für die Zukunft Europas strategisch wichtig sind. Indem wir Varjo bei seinem Wachstum unterstützen, schaffen und erhalten wir nicht nur Arbeitsplätze in einer hochinnovativen Branche, sondern setzen uns auch gezielt für europäisches Technologie-Know-how ein.“

Timo Toikkanen, CEO von Varjo: „Varjo ist sehr stolz darauf, ein VR-/XR-Unternehmen mit Sitz in Europa zu sein, das global agiert. Wir bieten unseren Kundinnen und Kunden überall auf der Welt die modernste immersive Technologie am Markt. Wenn wir das nächste Datenverarbeitungsparadigma für die menschliche Kommunikation skalieren und entwickeln, freuen wir uns über den anhaltenden Rückhalt aus dem europäischen Technologie-Ökosystem.“

Varjo verfügt über ein einzigartiges Angebot an VR-/XR- Hardware und -Software (Virtual Reality und Extended Reality). Möglich werden dadurch virtuelle Erlebnisse, die sich so real anfühlen und aussehen wie die Welt um uns herum. Das Unternehmen bietet die höchste VR-/XR-Auflösung am Markt und ermöglicht das Mischen von fotorealistischen virtuellen Inhalten mit unserer physischen Realität. So entsteht ein lebensechtes Metaversum.

Hintergrundinformationen

2020 stellte die EIB Darlehen von mehr als 676 Millionen Euro für Projekte in Finnland bereit. Die EIB nimmt Mittel an den Kapitalmärkten auf und vergibt sie für Projekte, die in Einklang mit den Zielen der EU stehen. Rund 90 Prozent aller Darlehen werden innerhalb der Europäischen Union vergeben.

Der Europäische Garantiefonds (EGF) wurde mit Beiträgen von Finnland und anderen EU-Ländern von der EIB-Gruppe eingerichtet, um von der Covid-19-Krise betroffenen Unternehmen unter die Arme zu greifen. Mit fast 25 Milliarden Euro an EGF-Garantien können die EIB und der EIF vor allem kleine und mittlere Unternehmen schnell mit Krediten, Garantien, ABS sowie Eigenkapital- und sonstigen Finanzierungsinstrumenten versorgen. Der EGF ist Teil des Hilfspakets der Europäischen Union von insgesamt 540 Milliarden Euro für die Bereiche der europäischen Wirtschaft, die am stärksten von der Krise betroffen sind.

Varjo stellt revolutionäre VR-/XR-Hardware und -Software her, die es ermöglichen, virtuelle und erweiterte Inhalte so deutlich wahrzunehmen wie die reale Welt. Durch seine Virtual- und Mixed-Reality-Technologie erreichen die Nutzerinnen und Nutzer eine neue Erfahrungsstufe und mehr emotionale Immersion, die sich genauso anfühlt wie das wirkliche Leben. Sie erzielen so bessere Leistungen und lernen schneller.