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  • Mehr als 213 000 Menschen im kosovarischen Mitrovica bekommen bessere Abwasserdienste
  • Zweite EIB-Finanzierung in den Bereichen Abwasser und Umweltschutz im Kosovo
  • Geringere Wasserverschmutzung und bessere sanitäre Standards

Die Europäische Investitionsbank (EIB), die Bank der Europäischen Union, unterstützt erneut wichtige Infrastruktur im Kosovo. 19,8 Millionen Euro fließen in den Bau einer neuen Kläranlage sowie die Sanierung und den Ausbau der vorhandenen Kanalisation in Mitrovica. So erhalten über 213 000 Menschen Zugang zu modernen sanitären Dienstleistungen, und gleichzeitig werden die Umwelt und die öffentliche Gesundheit geschützt. Dies ist die zweite Finanzierung der EIB für den Wassersektor im Kosovo seit 2020, als die EIB elf Millionen Euro für den Bau einer Kläranlage und die Sanierung vorhandener Infrastruktur in Gjilan bereitstellte.

Dieses wichtige Infrastrukturprojekt gewährleistet hochwertige Sanitärdienste, verringert die Umweltverschmutzung und verbessert die Konnektivität, weil grenzüberschreitende Kontaminationen eingedämmt werden, vor allem in dem Fluss Ibar und seinen Nebenflüssen. Weil die Investition die Lebensbedingungen verbessert und zur wirtschaftlichen und sozialen Resilienz und zum Wachstum beiträgt, kann sie aus der EIB-Initiative zur Stärkung der wirtschaftlichen Resilienz finanziert werden. Das Projekt wird ferner mit technischer Hilfe und Investitionszuschüssen aus dem Investitionsrahmen für den westlichen Balkan (WBIF) unterstützt und von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) kofinanziert.

Lilyana Pavlova, EIB-Vizepräsidentin mit Aufsicht über Finanzierungen im Westbalkan: „Wir freuen uns, zum zweiten Mal innerhalb von nicht einmal zwei Jahren in den Abwassersektor im Kosovo zu investieren. Das Projekt trägt zu den Zielen der grünen Agenda für Umweltschutz und des Wirtschafts- und Investitionsplans bei, vor allem der Leitinitiative 7 – Abfall- und Abwasserbewirtschaftung. Moderne Sanitärdienstleistungen werden das Leben der Menschen in Mitrovica spürbar verbessern und die Resilienz gegenüber Naturkatastrophen und dem Klimawandel erhöhen. Auf breiterer Ebene fördert das Projekt den sozioökonomischen Fortschritt und die regionalen Anbindungen und hilft dem Land, die dringendsten Infrastrukturprobleme in Einklang mit den Umweltanforderungen der EU und einer nachhaltigen Entwicklung des Westbalkans zu lösen.“

Hekuran Murati, Minister für Finanzen und Transfers der Republik Kosovo: „Ich begrüße den Bau einer Kläranlage in Mitrovica sehr. Er zeigt, dass der Staat sein Versprechen an die Bürgerinnen und Bürger einhält. Das Projekt ist ein wichtiger Schritt zu einem besseren Schutz der Umwelt und der öffentlichen Gesundheit, die wir in unserem Regierungsprogramm hervorgehoben haben. Außerdem kommt das Kosovo seinem Ziel eines EU-Beitritts näher, weil wir uns an die Umweltanforderungen anpassen, vor allem die EU-Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser. Wir freuen uns sehr, das Projekt dank Ihrer kontinuierlichen Unterstützung und Kooperation zum Abschluss zu bringen.“

Tomáš Szunyog, Leiter des EU-Büros und Sonderbeauftragter der Europäischen Union im Kosovo: „Als langjähriger Förderer des Umweltschutzes leistete die Europäische Union Hilfe bei der Projektvorbereitung und kofinanziert das wichtige Vorhaben mit fünf Millionen Euro aus dem WBIF. Das Projekt dient dem Umweltschutz, weil es die Verschmutzung im grenzüberschreitenden Fluss Ibar minimiert. Außerdem soll es das soziale Wohlergehen der Menschen in der Region steigern.“

Hintergrundinformationen:

Die EIB im Westbalkan

Die Europäische Investitionsbank ist ein führender internationaler Geldgeber im Westbalkan. Seit 2009 hat die Bank in der Region über neun Milliarden Euro bereitgestellt. Sie setzt ihre Hilfe für den Wiederaufbau und die Modernisierung der öffentlichen Infrastruktur fort und fördert seit 2010 auch Projekte in vielen weiteren Bereichen, darunter Gesundheit, Forschung und Entwicklung, Bildung und KMU. Weitere Informationen über die Tätigkeit der EIB im Westbalkan unter www.eib.org/en/publications/the-eib-in-the-western-balkans

Initiative zur Stärkung der wirtschaftlichen Resilienz (Resilienzinitiative)

Die Initiative zur Stärkung der wirtschaftlichen Resilienz wurde 2016 auf Aufforderung des Europäischen Rates ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, durch die Erhöhung der Widerstandskraft von Volkswirtschaften gegenüber zukünftigen Schocks Migrationsmuster mittel- bis langfristig zu verändern und Flüchtlinge zu unterstützen. Durch die Mobilisierung von Finanzmitteln stärkt die Initiative Wachstum und Beschäftigung und fördert wichtige Infrastrukturprojekte und den sozialen Zusammenhalt in den Nachbarregionen der EU.

Investitionsrahmen für den westlichen Balkan

Der Investitionsrahmen für den westlichen Balkan (WBIF) ist ein regionales Kombinationsinstrument zur Förderung der EU-Erweiterung und der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung in Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien. Er wurde 2009 als gemeinsame Initiative der Europäischen Kommission, der Entwicklungsbank des Europarats, der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, der Europäischen Investitionsbank sowie mehrerer bilateraler Geldgeber eingerichtet.

Team Europe und die Covid-19-Maßnahmen im Westbalkan

Als Teil der #TeamEurope-Strategie, der globalen Antwort der Europäischen Union auf Covid-19, hat die EIB-Gruppe schnell 5,2 Milliarden Euro für Projekte außerhalb der EU mobilisiert und damit Finanzierungen und gezielte technische Hilfe beschleunigt. Speziell für die Länder im Westbalkan hat die Bank ein Soforthilfepaket von 1,7 Milliarden Euro geschnürt, das vorrangig für KMU und den Gesundheitssektor bestimmt ist (https://www.eib.org/de/press/all/2020-111-eib-group-to-contribute-eur1-7-billion-to-the-eu-s-covid-19-response-package-for-the-western-balkans). Das finanzielle Hilfspaket der EU für den Westbalkan beläuft sich insgesamt auf mehr als 3,3 Milliarden Euro.