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  • Kosovarische Delegation zu Besuch am Sitz der Bank in Luxemburg – Treffen mit Vizepräsidentin Lilyana Pavlova
  • EIB ist bereit, Kosovo und westlichen Balkan im Rahmen des Wirtschafts- und Investitionsplans der Europäischen Union noch stärker zu unterstützen und zur Dekarbonisierung der Wirtschaft des Landes beizutragen
  • Seit Ausbruch der Pandemie im Jahr 2020 vergab Bank der EU 70 Millionen Euro für Kosovo – Pandemiehilfen und Modernisierung der Abwasserinfrastruktur

Die Delegation der Europäischen Investitionsbank (EIB) unter der Leitung von Vizepräsidentin Lilyana Pavlova traf sich mit dem kosovarischen Minister für Finanzen, Arbeit und Transfers Hekuran Murati am Sitz der Bank in Luxemburg zu Gesprächen über nachhaltige Entwicklung und regionale Integration des Kosovos. Als langjähriger Partner des Kosovos ist die EIB fest entschlossen, das Land bei Projekten in den Bereichen Energie, Verkehr, Gesundheit und Umwelt zu unterstützen. Beide Delegationen bekräftigten ihre Bereitschaft, die Zusammenarbeit zu intensivieren und die finanzielle und technische Hilfe im Rahmen des Wirtschafts- und Investitionsplans der Europäischen Kommission zu maximieren. In Einklang mit der Grünen Agenda der EU steht die Bank bereit, dem Kosovo bei der Ausarbeitung eines Plans für eine nachhaltige Dekarbonisierung mit Schwerpunkt auf dem Heizungssektor zu helfen. Das Kosovo soll auch über den neuen Geschäftsbereich „EIB Global“ unterstützt werden. Dieser wurde eingerichtet, um Projekte auf Sektorebene vor Ort noch besser mit Rat und Tat zu unterstützen. Dazu wird das Expertenteam von EIB Global in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und EU-Institutionen besonders wirksame Projekte auf den Weg bringen.

Seit Ausbruch der Pandemie im Jahr 2020 vergab die EIB 70 Millionen Euro für die nachhaltige soziale und wirtschaftliche Erholung im Kosovo. Die Mittel wurden im Rahmen der Team-Europe-Initiative bereitgestellt und helfen kleinen und mittleren Unternehmen, in der Pandemie ihren Liquiditätsbedarf zu decken, Arbeitsplätze zu sichern und ihre Geschäftstätigkeit fortzusetzen. Mit dem Geld wurde auch der Bau von Kläranlagen in Mitrovica und Gjilan unterstützt. Sie schützen die Umwelt, machen die Städte klimaresilienter und verbessern die Sanitärversorgung von über 300 000 Menschen.

Lilyana Pavlova, EIB-Vizepräsidentin mit Aufsicht über Finanzierungen im Westbalkan: „Wir freuen uns, heute mit der Delegation des Kosovos darüber zu sprechen, wie wir unsere Zusammenarbeit konkret ausbauen können, um entsprechend den Zielen der EU den Bedürfnissen der Menschen im Kosovo besser gerecht zu werden. Wir wollen unsere finanzielle und technische Unterstützung in Schlüsselsektoren erhöhen, die den Übergang zu einem umweltfreundlichen, gut vernetzten und inklusiven Wirtschaftsmodell ermöglichen. Als Klimabank der EU arbeiten wir mit der Europäischen Kommission und anderen Partnern in der Region zusammen, um die Entwicklung wichtiger strategischer Investitionen voranzutreiben, die zur Umsetzung der Grünen Agenda und der Digitalen Agenda beitragen und die Entwicklung des Privatsektors fördern. Auch das Kosovo soll in dieser Richtung vorankommen. Mit unserer umfangreichen Projektpipeline können wir dem Land helfen, eine nachhaltige Wirtschaft aufzubauen.“

Hekuran Murati, kosovarischer Minister für Finanzen, Arbeit und Transfers: „Ich freue mich immer, unsere wichtigsten Entwicklungspartner zu treffen, und möchte die Gelegenheit nutzen, um der Europäischen Investitionsbank für die Hilfe zu danken, die sie dem Kosovo seit vielen Jahren leistet. Wir begrüßen den Beitrag der EIB zur Umsetzung des europäischen Wirtschafts- und Investitionsplans für den Westbalkan. Unsere Zusammenarbeit trägt maßgeblich dazu bei, die Lebensbedingungen der Menschen in unserem Land zu verbessern und die Beziehungen zwischen den Ländern des Westbalkans zu stärken.

Uns ist klar, dass wir die EU-Integration nur zusammen schaffen können. Deshalb schätzen wir die kontinuierliche Unterstützung der EIB bei der Verwirklichung unserer gemeinsamen Ziele in den Bereichen Energie, Digitalisierung und Umwelt.“

Bislang stellte die Bank 300 Millionen Euro für Projekte im Kosovo bereit. Außerdem vergab sie Zuschüsse von 12 Millionen Euro aus dem Investitionsrahmen für den westlichen Balkan (WBIF) und 3,1 Millionen Euro im Rahmen ihrer Initiative zur Stärkung der wirtschaftlichen Resilienz (ERI).

* Diese Bezeichnung berührt nicht die Standpunkte zum Status und steht im Einklang mit der Resolution 1244 (1999) des VN-Sicherheitsrates und dem Gutachten des Internationalen Gerichtshofs zur Unabhängigkeitserklärung des Kosovos.

Hintergrundinformationen

Die EIB im Westbalkan

Die Europäische Investitionsbank ist ein führender internationaler Geldgeber im Westbalkan. Seit 2009 hat die Bank in der Region über neun Milliarden Euro bereitgestellt. Neben der Unterstützung für den Wiederaufbau und die Modernisierung der öffentlichen Infrastruktur fördert sie seit 2010 auch viele weitere Bereiche, darunter Gesundheit, Forschung und Entwicklung, Bildung sowie kleine und mittlere Unternehmen. Weitere Informationen über die Tätigkeit der EIB im Westbalkan: www.eib.org/de/publications/the-eib-in-the-western-balkans. Weitere Informationen über die Projekte der EIB im Kosovo: https://www.eib.org/de/projects/regions/enlargement/the-western-balkans/kosovo/index.htm.

Die EIB Global

Die EIB Global ist der neue Geschäftsbereich der EIB-Gruppe für wirksamere internationale Partnerschaften und Entwicklungsfinanzierung. Sie wird neben anderen Finanzinstituten und der Zivilgesellschaft eng und zielorientiert mit Team Europe zusammenarbeiten. Über unsere Büros in aller Welt bringt die EIB Global die Gruppe näher zu den Menschen, Unternehmen und Institutionen vor Ort.

Die Resilienzinitiative

Die Initiative zur Stärkung der wirtschaftlichen Resilienz in der südlichen Nachbarschaft und im Westbalkan wurde 2016 auf Aufforderung des Europäischen Rates ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, durch die Erhöhung der Widerstandskraft von Volkswirtschaften gegenüber zukünftigen Schocks Migrationsmuster mittel- bis langfristig zu verändern und Flüchtlinge zu unterstützen. Durch die Mobilisierung von Finanzmitteln stärkt die Initiative Wachstum und Beschäftigung und fördert wichtige Infrastrukturprojekte und den sozialen Zusammenhalt in den Nachbarregionen der Europäischen Union. Weitere Informationen: https://www.eib.org/de/about/initiatives/resilience-initiative/index.htm

Der Investitionsrahmen für den westlichen Balkan

Der Investitionsrahmen für den westlichen Balkan (WBIF) ist ein regionales Kombinationsinstrument zur Förderung der EU-Erweiterung und der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung in Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien. Er wurde 2009 als gemeinsame Initiative der Europäischen Kommission, der Entwicklungsbank des Europarats, der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, der Europäischen Investitionsbank sowie mehrerer bilateraler Geldgeber eingerichtet.