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  • 4 Milliarden Euro Ukraine-Solidaritätshilfe für Wohnraum, Gesundheit und Bildung für Flüchtlinge
  • 1,9 Milliarden Euro für Klimaschutz, erneuerbare Energien, Katastrophenschutz und nachhaltigen Verkehr
  • 1,4 Milliarden Euro für Innovation und Unternehmensfinanzierung

Der Verwaltungsrat der Europäischen Investitionsbank (EIB) hat heute neue Finanzierungen von 7,3 Milliarden Euro genehmigt. Die Mittel fließen in Klimaprojekte von Unternehmen und Versorgern und in einen besseren Katastrophenschutz bei Extremwettern und anderen Notlagen; 4 Milliarden Euro davon wurden für Investitionen in Wohnraum, Gesundheit und Bildung in Aufnahmeländern von Ukraine-Flüchtlingen bestätigt.

Werner Hoyer, Präsident der Europäischen Investitionsbank: „Die Bewältigung der humanitären Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und der Klimaschutz sind zentrale Prioritäten für die Europäische Union und ihre Bank. Die heute genehmigten Gelder der EIB fließen in Investitionen, um ukrainische Flüchtlinge in Würde willkommen zu heißen und die Belastung für die aufnehmenden Gemeinschaften zu verringern. Die Klimaprojekte und Unternehmensinvestitionen, die wir auf den Weg bringen, werden die Emissionen senken und gefährdeten Gemeinschaften einen besseren Schutz vor Wetterkatastrophen ermöglichen. Sie werden auch vielen Firmen helfen, Innovationen zur Bewältigung der Klimafolgen zu entwickeln.“

4 Milliarden Euro für Kommunen, die Ukraine-Flüchtlinge aufnehmen

Die EIB genehmigte eine neue Finanzierungsinitiative für öffentliche Investitionen in Wohnraum, Bildung und Krankenhäuser in Regionen der Europäischen Union, die Flüchtlinge aus der Ukraine aufnehmen.

Diese heute bewilligten Gelder hatte EIB-Präsident Werner Hoyer im April 2022 beim Gebergipfel „Stand up for Ukraine“ in Warschau zugesagt.

1,9 Milliarden Euro für Klimaprojekte, Katastrophenschutz und nachhaltigen Verkehr

Mit den Geldern werden erneuerbare Energien ausgebaut, die Energieeffizienz gesteigert, die Umweltverschmutzung verringert und der Katastrophenschutz bei Extremwettern gestärkt.

Die EIB genehmigte eine neue Initiative von 900 Millionen Euro für Italien, um intelligente Zähler einzuführen, erneuerbare Energien auszubauen, Recyclinganlagen zu finanzieren und energieeffiziente Straßenbeleuchtung zu installieren.

Die EIB sagte auch Mittel für Katastrophenschutz und -prävention sowie Umweltschutz in Italien zu. Unter anderem fließen sie in die Anschaffung von Drohnen, die nach Naturkatastrophen eingesetzt werden, in die Wetterüberwachung und hydrologisches Monitoring und in die Sicherheit der Flugsicherung.

In Nordmazedonien wurde ein neues Programm zur Sanierung der Wasser- und Abwasserinfrastruktur in 80 Kommunen genehmigt. Über 600 000 Menschen sollen profitieren, wenn Flüsse in Gebieten wieder sauberer werden, in denen nur 13 Prozent der Haushalte an eine Kanalisation angeschlossen sind. Auch das Risiko von Überschwemmungen wird gesenkt.

In Barcelona fördert die EIB neue Züge für eine nachhaltigere Anbindung des Flughafens an das Stadtzentrum im 15-Minuten-Takt. Derzeit ist die Schienenanbindung deutlich schlechter als an vergleichbaren Flughäfen.

1,4 Milliarden Euro für Klimainnovationen und Resilienz von Unternehmen

Mit 400 Millionen Euro wird die EIB kleinere Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz in Spanien fördern. Die Gelder werden über Santander, die größte Bank des Landes, weitergeleitet. Damit erhalten Eigentümergemeinschaften besseren Zugang zu Klimaschutzfinanzierungen, um die Energieeffizienz in Bestandswohnungen zu verbessern und Neubauten nach höchsten Umweltstandards zu errichten.

Gefördert werden auch Forschungsvorhaben der Wirtschaft für eine energieeffizientere Wasseraufbereitung sowie klimaresistente und umweltfreundliche Straßen, Tunnel und Brücken in Spanien. Weitere Mittel fließen in Innovationen für sicherere und energieeffizientere Flugzeuge.

In Italien genehmigte die EIB ein gemeinsames Förderprogramm von 250 Millionen Euro mit der regionalen Entwicklungsbank Finlombarda, um 1 200 einheimischen Firmen bei kleineren klimabezogenen Investitionen unter die Arme zu greifen.

Die EIB beteiligt sich ferner an einem 150 Millionen-Euro-Fonds, um Eigenkapital für Erneuerbare-Energien-Projekte jeder Größe in Afrika zu mobilisieren. In Jordanien finanziert sie ein Programm von 300 Millionen Euro für Investitionen coronageschädigter Unternehmen.