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Die EIB hat vom 7. bis 9. September am Wirtschaftsforum im polnischen Karpacz teilgenommen und dort mit polnischen und anderen europäischen Fachleuten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft Perspektiven für die Zeit nach der Pandemie erörtert. 

Das Wirtschaftsforum fand in den Bergen Niederschlesiens im Südwesten Polens statt. Seit dem Ende der Kommunismus kommen dort Europäerinnen und Europäer aus Ost und West zusammen, um Themen aus Wirtschaft und Gesellschaft zu diskutieren.

Karpacz ist bekannt für seine saubere Luft und großartige Umgebung. Außerdem gibt es dort ein Stadion, das nach Irena Szewińska benannt ist – einer polnischen Sprinterin, die in den 1960er- und 1970er-Jahren zu den größten Athletinnen ihrer Zeit zählte. Sie ist die einzige Läuferin, die den Weltrekord über 100, 200 und 400 Meter hielt. Im Stadion ist die Rezeption für das Wirtschaftsforum. Dort müssen sich alle registrieren, bevor sie in Debatten und Networking einsteigen. Vielleicht haben die großen Erfolge von Irena Szewińska auch viele Konferenzgäste inspiriert. Denn jetzt müssen sich alle ins Zeug legen: Die zehn Jahre von 2020 bis 2030 sind entscheidend, um unser Klima noch zu retten. Für einen Marathon bleibt keine Zeit mehr, aber vielleicht schaffen wir es im Sprint, die Welt zu dekarbonisieren, bevor es zu spät ist. 
Die EIB ist sich jedenfalls der Dringlichkeit bewusst und scheut den Sprint nicht. 

Auf dem Wirtschaftsforum bekräftigte EIB-Vizepräsidentin Teresa Czerwińska, dass Europa und Polen in Sachen Klimaschutz, ökologische Nachhaltigkeit und digitaler Wandel aktiv werden sollten. Mit Innovationen können sie die doppelte grüne und digitale Wende vorantreiben. 

Die grüne und digitale Wende

Mit dem europäischen Grünen Deal will Europa bis 2050 klimaneutral werden. Dazu wird die EIB ihren Teil beitragen: Laut ihrem Klimabank-Fahrplan will sie mindestens 50 Prozent ihrer Mittel für Klimaschutz und ökologische Nachhaltigkeit bereitstellen und ihre Finanzierungen an den Pariser Zielen ausrichten. 

Digitalisierung ist mehr als nur die Einführung von Onlineangeboten. Wir müssen die Art und Weise, wie wir arbeiten, uns fortbewegen, produzieren und lernen, verändern und anpassen. Innovation in der Breite kommt ganzen Sektoren zugute.  

Grzegorz Rabsztyn, Leiter des EIB-Büros in Polen, wies darauf hin, dass die Bank im Jahr 2020 mehr als eine Milliarde Euro für Innovationsprojekte bereitstellte – unter anderem für Investitionen des Medizintechnikherstellers Scope Fluidics und für LG Chem und Umicore, die im Bereich der Elektromobilität unterwegs sind. 

Die digitale Revolution und der Schritt zu einer grünen, CO2-neutralen Wirtschaft sind für Polen besonders wichtig, weil beides dort eng zusammenhängt. Um sein Energiesystem umzubauen, das nach wie vor auf fossile Brennstoffe angewiesen ist, muss Polen erheblich in Innovation investieren. Nur dann wird es gelingen, die Wirtschaft erfolgreich und gerecht zu dekarbonisieren, auf erneuerbare Energien umzustellen und energieeffiziente Lösungen für den Alltag zu finden und durchzusetzen. 

Die EIB-Gruppe – also die EIB und ihre Tochtergesellschaft, der Europäische Investitionsfonds – ist bereit, Unternehmen und Einrichtungen des öffentlichen und privaten Sektors auf dem Weg in eine grüne und digitale Zukunft für alle noch stärker zu unterstützen.

„Wir müssen das jetzt angehen – für mehr Wohlstand und eine Gesellschaft, die künftigen Erschütterungen besser standhalten kann“, so Vizepräsidentin Czerwińska. 

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